Zusammen für André !

Trittbrettfahrer gestoppt

 

Der Fall André hat bekanntlich Trittbrettfahrer aller Art aufgerufen, auf niedrigstem Niveau auf sich aufmerksam zu machen. Sei es durch Blog- und Forumseinträge unter der Gürtellinie, sei es durch verächtliche Fotomontagen auf Facebook. Auch wenn wir nicht alles verhindern können, derartige Fotomontagen gilt es zu beseitigen. Es ist nicht akzeptabel, wenn sich Leute lustig machen über das Schicksal anderer Menschen. Nachdem Facebook auf Meldungen von Nutzern jedoch nicht reagiert hat, ist die RSH aktiv geworden. Mit Anwaltsschreiben ging es dann doch und es erfolgte eine Löschung.

Der 1. FCN Nürnberg hat unterdessen mitgeteilt, dass die Einnahmen aus dem Benefizspiel auf 6.000,00 Euro aufgerundet wurden. Zusammen mit Zahlungseingängen auf dem Spendenkonto und sonstigen Aktionen, wurden somit insgesamt über 11.000,-- Euro für André und seine Familie gesammelt.

Erfolg für die RSH: dpa knickt ein

 

Erfreuliche Nachrichten hören wir heute von André: er hadert nicht mit seinem Schicksal, sondern kämpft mit Leidenschaft und Mut für eine positive Zukunft. Sein Krankenhaus dürfte selten so viele Besucher für nur einen Patienten gesehen haben. Die große Solidaritätsbekundung begeistert ihn und uns alle motiviert seine Begeisterung noch mehr, alles für ihn zu tun.

Eine überraschende Meldung gibt es auch von anderer Seite. Der massive Druck seitens der RSH hat Wirkung gezeigt. Die Deutsche Presseagentur (dpa) hat eingelenkt. Ihr war eine Frist gesetzt worden bis heute, 10.00 Uhr, um die Berichterstattung zu korrigieren. Daraufhin kündigte sie an, bundesweit eine neue Agentur-Meldung zu verfassen, die mittlerweile auch verbreitet wurde. Zwar erhielt sie vom Bayerischen Innenministerium nur dubiose Auskünfte. Aber sie nahm ausdrücklich eine Stellungnahme von Andrés Anwalt zur Sache auf.

Wörtlich heißt es in der Meldung: "Der junge Mann hat mittlerweile über seinen Anwalt Jahn-Rüdiger Albert bestreiten lassen, dass er Gewalttäter sei. «Mein Mandant ist kein Hooligan und gehört auch keiner Hooligan-Gruppierung an», versicherte Albert. Der 19-Jährige sei auch zu keinem Zeitpunkt verurteilt worden, weder wegen einer Gewalttat im Zusammenhang mit einem Fußballspiel noch wegen sonstiger Delikte."

Innenminister Herrmann äußert sich unverantwortlich

 

Die Nachricht von Andrés schwerer Verletzung hat uns alle erschüttert und ins Mark getroffen. Die anschließende Medienkampagne ruft immer noch Empörung hervor. Beim Schreiben und Reden waren viele schnell. Verantwortlich sein will niemand: Keine Klarstellung, keine Entschuldigung.

Während die Staatsanwaltschaft Köln zusichert, mit Hochdruck zu ermitteln und demnach massenweise Zeugenvernehmungen in verschiedenen Städten unmittelbar bevorstehen, erhärtet sich, dass die fragwürdige "Unfall"-Version auf zweifelhaften Angaben beruht. Der Staatsanwaltschaft liegen auch Zeugenaussagen von neutralen Personen vor, die auf einen bewussten Angriff schließen lassen.  Nach Auffassung von Andrés Anwalt ist nicht mehr auszuschließen, dass der Täter doch auf einer Videokamera zu sehen ist.

dpa-Erklärung ist nicht akzeptabel

 

Während André heute das Kölner Krankenhaus verlassen konnte und in Franken weiterbehandelt wird, wurde der Druck auf Staatsanwaltschaft und Polizei durch den RSH-Anwalt erhöht. Der Polizeipräsident von Köln wurde aufgefordert mitzuteilen, wer den „internen“ Bericht der Polizei an die Presse gegeben hat. Dort war angeblich von Hooligans die Rede und einem „Gewalttäter Sport“. Dem Polizeipräsidenten wurde auch mitgeteilt, welch massiver Schaden durch die reißerische Berichterstattung entstanden ist.

Der RSH-Anwalt wies zudem den für die Pressearbeit zuständigen Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Köln darauf hin, dass er es nicht für angebracht halte, unbewertet einzelne Zeugenaussagen den Medien mitzuteilen. Hintergrund war die Mitteilung der Staatsanwaltschaft, dass aufgrund einer neuen Zeugenaussage eine unverschuldete Unfallversion in Betracht komme. Nach Auffassung des RSH-Anwalts bestand keinerlei Veranlassung, eine solche singuläre Aussage der Presse mitzuteilen und grundlos zu Spekulationen Anlass zu geben. Noch dazu, bevor der Geschädigte überhaupt vernehmungsfähig war. Dass André über die Gleise gelaufen ist und es so zu einem Unfall gekommen ist, hält der RSH-Anwalt nach seinem Kenntnisstand für ausgeschlossen.

Aktuelle Entwicklungen im Falle André vom 22.11.2011

 

André wurde heute durch die Kriminalpolizei Köln vernommen. Die Polizei wollte von ihm wissen, wie der Ablauf auf dem Bahnsteig 8/9 in Köln am vergangenen Samstag war. Bei seiner Vernehmung war sein RSH-Anwalt als Zeugenbeistand anwesend.  Die gestern Abend von der Staatsanwaltschaft in Köln verbreitete Erklärung, dass es auch möglich sei, dass es sich um einen Unfall handele und jemand auf die Gleise "gelaufen" sei, wird unterdessen immer dubioser. So erfuhr Andrés Anwalt, dass es sich bei den Zeugen um ein Paar gehandelt habe, das sich nach der Berichterstattung vom Sonntag bei der Polizei gemeldet hätte. Ohne die Aussage im Detail zu kennen, erscheint dies nach Auffassung des RSH-Anwalts doch eine äußerst fragwürdige Aussage. Die Polizei wird jetzt weitere Zeugenvernehmungen durchführen. Die Auswertung der Videoüberwachung hat bisher nach Angaben der Polizei keine Aufklärung gebracht.

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