Zusammen für André !

Erfolg für die RSH: dpa knickt ein

 

Erfreuliche Nachrichten hören wir heute von André: er hadert nicht mit seinem Schicksal, sondern kämpft mit Leidenschaft und Mut für eine positive Zukunft. Sein Krankenhaus dürfte selten so viele Besucher für nur einen Patienten gesehen haben. Die große Solidaritätsbekundung begeistert ihn und uns alle motiviert seine Begeisterung noch mehr, alles für ihn zu tun.

Eine überraschende Meldung gibt es auch von anderer Seite. Der massive Druck seitens der RSH hat Wirkung gezeigt. Die Deutsche Presseagentur (dpa) hat eingelenkt. Ihr war eine Frist gesetzt worden bis heute, 10.00 Uhr, um die Berichterstattung zu korrigieren. Daraufhin kündigte sie an, bundesweit eine neue Agentur-Meldung zu verfassen, die mittlerweile auch verbreitet wurde. Zwar erhielt sie vom Bayerischen Innenministerium nur dubiose Auskünfte. Aber sie nahm ausdrücklich eine Stellungnahme von Andrés Anwalt zur Sache auf.

Wörtlich heißt es in der Meldung: "Der junge Mann hat mittlerweile über seinen Anwalt Jahn-Rüdiger Albert bestreiten lassen, dass er Gewalttäter sei. «Mein Mandant ist kein Hooligan und gehört auch keiner Hooligan-Gruppierung an», versicherte Albert. Der 19-Jährige sei auch zu keinem Zeitpunkt verurteilt worden, weder wegen einer Gewalttat im Zusammenhang mit einem Fußballspiel noch wegen sonstiger Delikte."

Ein riesiger Erfolg für die RSH, da die dpa diese Woche noch mitgeteilt hatte, nichts zu korrigieren zu haben. Auch sah sich die dpa nun veranlasst klarzustellen, was es mit der Datei «Gewalttäter Sport» auf sich hat. Auch das hatte Andrés Anwalt gefordert. Die dpa-Meldung lautet insoweit: "Auf diese Liste kann man nach Polizei-Angaben auch kommen, ohne jemals selbst gewalttätig geworden zu sein."

Sowohl die Kölner Polizei als auch Staatsanwaltschaft berichteten der dpa darüber hinaus, dass die Mordkommission weiterhin mit Hochdruck wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts ermittele. Es werden dringend weitere Zeugen gesucht. "Es bestehe nach wie vor der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts, teilte die Kölner Polizei am Freitag mit. Der junge Mann aus Nürnberg war nach Polizeiangaben lebensgefährlich verletzt worden und verlor trotz einer Notoperation einen Arm", so die dpa in ihrer heutigen Meldung.

Erfreulich ist an der Nachricht der größten deutschen Presseagentur auch, die alle wichtigen Medien abonniert haben, dass sie auf die Nürnberger Solidaritätsaktion hingewiesen und so für noch mehr Bekanntheitsgrad gesorgt hat. So meldete sie: "Der 1. FC Nürnberg hat die Regionalligapartie seiner U-23-Mannschaft an diesem Sonntag zum Benefizspiel erklärt. Alle Einnahmen kämen dem verunglückten «Club»-Fan und seinen Angehörigen zugute, teilten die Franken am Freitag mit."

Beide RSH-Anwälte waren heute im medialen Dauereinsatz: Ralf Peisl gab sowohl gegenüber "Radio Z" ein Interview als auch gegenüber dem Online-Magazin "11Freunde". Die kritische und mit größtem Nachdruck verfolgte Auseinandersetzung mit der Berichterstattung der letzten Tage war somit richtig und erfolgreich.

 

11Freunde: Zum Hooligan erklärt

radio-z.net: "Selber Schuld"? Mediale Hetzkampagne gegen schwer verletzten Fußballfan