Richtige Verhalten bei

Antrag auf bundesweites Stadionverbot in Nürnberg

 

Dank der guten, jahrelangen Fanarbeit in Nürnberg, haben wir die Möglichkeit, bevor ein Stadionverbot ausgesprochen wird, über eine Anhörung beim Verein vorzusprechen! Dabei hilft entweder die Rot-Schwarze Hilfe oder das Fanprojekt.

Achtung: Bei anderen Vereinen, die eine Anhörung anbieten, sitzt meist die Polizei dabei – auf keinen Fall ohne Anwalt daran teilnehmen! 

wenn die Polizei unangemeldet vor der Türe steht?

 

Solltet Ihr den Beamten Auge in Auge gegenüberstehen und diese haben keinen Durchsuchungsbefehl, dann schickt sie wieder weg! Lasst sie auf keinen Fall in eure Privaträume! Besser ist, gar nicht zu öffnen oder durch ein Fenster zu fragen, was los ist!

Allgemeiner Tipp: Öffnet am Besten niemals die Türe, ohne zu wissen, wer davor steht! Jeder Fremde, der bei euch schellt ohne Termin, kann von euch nichts Gutes wollen! Entweder will man euch was andrehen oder man will irgendwas ausspionieren!

 

einer Hausdurchsuchung

 

Die Hausdurchsuchung stellt einen besonders schweren Eingriff in die Grundrechte jedes Bürgers dar. Grundsätzlich gilt auch hier: keine Durchsuchung ohne Hausdurchsuchungsbeschluss! Wird aber leider von den Richtern und Staatsanwälten relativ leicht ausgestellt. Aber auch hier kann die Einholung des Beschlusses von der Polizei umgangen werden, indem sie Gefahr im Verzug behauptet.

Sollte die Polizei mit Beschluss vor eurer Türe stehen, könnt ihr verlangen, dass ein Zeuge zur Durchsuchung hinzugezogen wird (z. B. ein Nachbar). Vom Unterschreiben irgendwelcher Formulare raten wir ab!

Tipp: Ihr solltet umgehend einen Anwalt hinzuziehen!

 

Ankündigung einer erkennungsdienstlichen Behandlung nach einer Festnahme

 

Erkennungsdienstliche Maßnahmen sind:

Fotos von Gesicht, Fotos von verschiedenen Merkmalen - z. B. Fotos von Tätowierungen (hierzu muss man sich unter Umständen ganz ausziehen)

Fingerabdrücke, Handflächenabdrücke  -  Digitalisiert natürlich mittlerweile

Grundsätzlich gilt auch hier:

Keine Maßnahme über sich freiwillig ergehen lassen! Die Polizei braucht in der Regel einen richterlichen oder staatsanwaltschaftlichen Auftrag! Verweigert diese Maßnahmen, lasst euch die Beschlüsse zeigen und davon eine Kopie für euren Anwalt aushändigen. Verweist auf euren Anwalt, vor dessen Eintreffen ihr nichts über euch ergehen lasst! Aber bitte keinen körperlichen Widerstand gegen die Beamten leisten, sonst droht eine Anzeige.

Tipp: Lasst euch nicht aus der Ruhe bringen! Freundlich, aber bestimmt! Fotos und Fingerabdrücke kann die Polizei auch noch nehmen, wenn sie ihren Beschluss haben!

 

schriftlicher Vorladung zur Erkennungsdienstlichen Behandlung

 

Die Polizei lädt die Beschuldigten eines Ermittlungsverfahrens meist im Vorfeld schriftlich vor, um sich erkennungsdienstlich behandeln zu lassen. Am besten die Rot-Schwarze Hilfe oder einen Anwalt kontaktieren, da die Rechtslage schwer überschaubar ist.