Klartext

Auswärts in Mainz: Ein Fall für Aktenzeichen XY?

 

Zum Auswärtsspiel des 1.FC Nürnberg in Mainz reisten einige Glubbfans mit dem Zug an. Die Rückreise verlief ruhig, für den gestressten Schaffner und zwei auffällige Zivis wahrscheinlich dann doch zu ruhig. Auf der Strecke zwischen Aschaffenburg und Nürnberg wurde es dann etwas hektisch und die Miene des Schaffners verfinsterte sich. Der Zug wurde auf offener Strecke gestoppt.

Die arglosen Fans dachten an nichts Böses und warteten auf die Weiterfahrt, während der Schaffner die Fans mit bösen Blicken bedachte. Dann die Durchsage des Zugführers, der verlauten ließ, dass im Zug auf einer Toilette geraucht wurde! Dazu folgte der Hinweis, dass die Person sich stellen solle, sonst würde man nicht zögern die Bahnpolizei einzuschalten. Da sich niemand aus dieser Gruppe einer Schuld bewusst war, stellte sich auch niemand und so hieß es zu warten.

 

Hausverbot im Zelt des Aufsichtsrats - statt dem Club läuft das Bayern-Spiel

 

Volksfest in Nürnberg - und gleichzeitig im eigenen Stadion: Glubb gegen Schalke. Nur einen Steinwurf entfernt. Eine scheinbar perfekte Kombination.

Nicht so für eine handvoll eingefleischter Glubbfans. Die wollten beides genießen. Volksfeststimmung und Fußball. In einem beliebten Haxn-Zelt, so dachten die, wird wohl das Glubb-Spiel laufen. Zumal: das Zelt gehört einem Aufsichtsrat des 1. FC Nürnberg.

Doch, was sie nicht für möglich hielten - die Deko des Tages: Schals des FC Bayern München! Und es kam noch unglaublicher. Im Zelt des FCN-Aufsichtsrats wurde nicht etwa der Glubb übertragen, sondern das Spiel der Bayern - über die gesamte Spielzeit. Nicht nur das: unmittelbar vor der Großbildleinwand befand sich ein VIP-Bereich für Bayern-Fans.

Suchaktion mit Herz - Kripo München vollzieht Durchsuchungsbeschlüsse in Nürnberg

 

Die Münchner Kriminalpolizei rückte am 27.03.2012 in Nürnberg an, um mehrere Beschlüsse des Amtsgerichts München zu vollziehen. Der Auftrag: Durchsuchung einer Wohnung, weiterer Räumlichkeiten und von Fahrzeugen nach - so wörtlich - folgendem Gegenstand: "Banner mit der Aufschrift 'Südkurve - Herz und Seele des Vereins'. 


Mit dabei hatte die Kripo, die mit zwei Fahrzeugen anreiste, drei Züge des Nürnberg-USKs. Besorgte Anwohner witterten Schlimmstes, als sich in einem Nürnberger Hinterhof ein ganzer Pulk schwarz gekleideter, bewaffneter und ernst drein blickender Beamter samt Videotrupp und Kameras zu Werke machten: Terror? Mord? Nein: Ein angeblicher Bannerraub soll aufgeklärt werden, so die Gerichtsbeschlüsse.

Die RSH rät: Umlegung von Verbandsstrafen anwaltlich prüfen lassen

 

Mit Bedauern hat die RSH zur Kenntnis genommen, dass sich ein junger Mann aus Franken einen Tag nach der Ankündigung, dass sein Verein eine Verbandsstrafe des DFB voll auf ihn umlegen werde, das Leben genommen hat. Medienberichten zufolge hat der Fußballfan bei einem DFB-Pokalspiel eine Leuchtrakete auf das Feld geschossen, weshalb sein Verein vom DFB eine Strafe von 10.000 Euro erhalten haben soll. Offensichtlich hat der Verein darauf hin verkündet, er werde den „Störer“ in Regress nehmen.

Ob das überhaupt möglich ist, ist allerdings höchstrichterlich bis dato nicht geklärt. Unsere Juristen vertreten hier einen eindeutigen Standpunkt: Die Umlegung einer Verbandsstrafe auf den Störer ist völlig systemwidrig und daher nicht rechtmäßig. Zur Begründung kann man für den Laien verständlich darauf  hinweisen, dass es nicht Sinn und Zweck der durch den DFB verhängten Strafe ist, dass sich der Verein beim Störer schadlos halten kann.

Bericht Rot-Schwarze Hilfe: Freundschaftsspiel 1. FC Nürnberg - Ajax Amsterdam

 

Das Freundschaftsspiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und Ajax Amsterdam im Juli 2011 ging für Ajax verloren. Für drei Niederländer brachte es besonderes Unglück: Sie landeten über Monate hinweg in Untersuchungshaft.

Eine Gruppe niederländischer Fans, die nach Auffassung der Staatsanwaltschaft der Amsterdamer Hooligan-Szene angehören, soll an diesem sonnigen Samstag lange vor Spielanpfiff in einem Biergarten in der Nürnberger Innenstadt randaliert haben. Es seien Stühle und Gläser geflogen, mehrere Personen seien verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft sprach von “gefährlicher Körperverletzung” und beantragte gegen drei vermeintliche Täter Haftbefehle beim Amtsgericht, die auch prompt erlassen wurden.