Klartext

Die RSH rät: Umlegung von Verbandsstrafen anwaltlich prüfen lassen

 

Mit Bedauern hat die RSH zur Kenntnis genommen, dass sich ein junger Mann aus Franken einen Tag nach der Ankündigung, dass sein Verein eine Verbandsstrafe des DFB voll auf ihn umlegen werde, das Leben genommen hat. Medienberichten zufolge hat der Fußballfan bei einem DFB-Pokalspiel eine Leuchtrakete auf das Feld geschossen, weshalb sein Verein vom DFB eine Strafe von 10.000 Euro erhalten haben soll. Offensichtlich hat der Verein darauf hin verkündet, er werde den „Störer“ in Regress nehmen.

Ob das überhaupt möglich ist, ist allerdings höchstrichterlich bis dato nicht geklärt. Unsere Juristen vertreten hier einen eindeutigen Standpunkt: Die Umlegung einer Verbandsstrafe auf den Störer ist völlig systemwidrig und daher nicht rechtmäßig. Zur Begründung kann man für den Laien verständlich darauf  hinweisen, dass es nicht Sinn und Zweck der durch den DFB verhängten Strafe ist, dass sich der Verein beim Störer schadlos halten kann.

Bericht Rot-Schwarze Hilfe: Freundschaftsspiel 1. FC Nürnberg - Ajax Amsterdam

 

Das Freundschaftsspiel zwischen dem 1. FC Nürnberg und Ajax Amsterdam im Juli 2011 ging für Ajax verloren. Für drei Niederländer brachte es besonderes Unglück: Sie landeten über Monate hinweg in Untersuchungshaft.

Eine Gruppe niederländischer Fans, die nach Auffassung der Staatsanwaltschaft der Amsterdamer Hooligan-Szene angehören, soll an diesem sonnigen Samstag lange vor Spielanpfiff in einem Biergarten in der Nürnberger Innenstadt randaliert haben. Es seien Stühle und Gläser geflogen, mehrere Personen seien verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft sprach von “gefährlicher Körperverletzung” und beantragte gegen drei vermeintliche Täter Haftbefehle beim Amtsgericht, die auch prompt erlassen wurden.

 

Graffiti-Video: Beratungsresistenz des Vereins macht RSH-Arbeit zunichte

 

In einer Vielzahl von Präventivveranstaltungen hat die RSH in der Vergangenheit Ihre Mitglieder darüber aufgeklärt, dass Sprayen und Aufkleber-Kleben als Sachbeschädigungen strafbar sind. Eigentlich hatten wir gehofft, dass die Aufklärung zu weniger Problemen mit der Polizei führt.

Umso irritierter mussten wir letzte Woche das durch den Verein ihm Rahmen seiner Mitglieder-Kampagne veröffentlichte Viedo zur Kenntnis nehmen. Dort erwischt ein Polizeibeamter einen jungen Mann beim Malen eines Nürnberg-Graffitos und sieht dann aufgrund seiner Leidenschaft für den Glubb über die Sache hinweg.

"Ich habe die Verantwortlichen deutlich vor Veröffentlichung des Films gewarnt" erklärt unser Anwalt und Aufsichtsrat Ralf Peisl auf Nachfrage, "ein Polizeibeamter, der Straftaten ignoriert, ist ein groteskes Stilmittel und könnte zu gravierenden Fehleinschätzungen bei manchen Fans führen".

Großer RSH-Bericht zum Thema: Videokameras am Stadion

 

Zeitungsbericht der Nürnberger Zeitung vom 27.05.2010

Videokameras am Stadion - Polizei will gewaltbereite Fans stärker ins Visier nehmen

NÜRNBERG  - Alkoholisierte und gewaltbereite Fußballfans bei Spielen des 1. FC Nürnberg bereiten der Polizei regelmäßig Sorgen. Die Stadt Nürnberg hat nun einen Arbeitskreis gegründet, der sich mit dem Thema Sport und Sicherheit beschäftigen soll.

Nach Angaben von Nürnbergs Polizeichef Hermann Guth haben die Beamten in der vergangenen Bundesliga-Saison 307 Fans nicht ins Stadion gelassen, weil sie zu betrunken waren. In der Saison zuvor waren es lediglich 120 gewesen. Auch die Straftaten seien von 53 auf 143 gestiegen.

Zudem sei in der Saison 2008/2009 lediglich ein Polizeibeamter verletzt worden, während es 2009/2010 schon 26 Polizisten waren, so die Stadt.

Abschluß-Kommentar Eintracht Frankfurt – 1. FC Nürnberg

 

Abschluß-Kommentar der Rot-Schwarze Hilfe bezüglich der Begegnung Eintracht Frankfurt – 1. FC Nürnberg

Nachdem sich das Polizeipräsidium Koblenz schon auf die Fragen der RSH bezüglich der verletzten Beamten geäußert hat, erhielt die RSH auch ein Schreiben vom Polizeipräsidium Frankfurt.

In diesem heißt es u. a.:

„Nachdem der Großteil der Zuschauer die Commerzbank-Arena verlassen hatte, wurden die Nürnberger Fans aus dem Block gelassen (17.53 Uhr). Die Möglichkeit, sich an den noch offenen Ständen zu versorgen und die Toilettenanlagen zu nutzen, war gegeben.“

Die Möglichkeit, die Toilettenanlagen zu nutzen, sah folgendermaßen aus: Durch eine Ordner- und Polizeikette wurde der Durchgang zu den Toiletten versperrt. Die einzige Möglichkeit sich zu erleichtern war das Behinderten-WC, das unmittelbar nach dem Blockeinlass war. Allerdings wurde man durch eine weitere Ordner-Kette daran gehindert, dorthin zu gelangen. Erst nach langem hin und her wurde der Durchgang zu dem Behinderten-WC gewährt, wo sich schon die Fans stapelten, die aus dem Block noch nicht richtig heraus waren. 3 Behinderten-WC’s für hunderte Fans fällt wohl eher weniger unter „Nutzung der Toilettenanlagen