Klartext

Graffiti-Video: Beratungsresistenz des Vereins macht RSH-Arbeit zunichte

 

In einer Vielzahl von Präventivveranstaltungen hat die RSH in der Vergangenheit Ihre Mitglieder darüber aufgeklärt, dass Sprayen und Aufkleber-Kleben als Sachbeschädigungen strafbar sind. Eigentlich hatten wir gehofft, dass die Aufklärung zu weniger Problemen mit der Polizei führt.

Umso irritierter mussten wir letzte Woche das durch den Verein ihm Rahmen seiner Mitglieder-Kampagne veröffentlichte Viedo zur Kenntnis nehmen. Dort erwischt ein Polizeibeamter einen jungen Mann beim Malen eines Nürnberg-Graffitos und sieht dann aufgrund seiner Leidenschaft für den Glubb über die Sache hinweg.

"Ich habe die Verantwortlichen deutlich vor Veröffentlichung des Films gewarnt" erklärt unser Anwalt und Aufsichtsrat Ralf Peisl auf Nachfrage, "ein Polizeibeamter, der Straftaten ignoriert, ist ein groteskes Stilmittel und könnte zu gravierenden Fehleinschätzungen bei manchen Fans führen".

Großer RSH-Bericht zum Thema: Videokameras am Stadion

 

Zeitungsbericht der Nürnberger Zeitung vom 27.05.2010

Videokameras am Stadion - Polizei will gewaltbereite Fans stärker ins Visier nehmen

NÜRNBERG  - Alkoholisierte und gewaltbereite Fußballfans bei Spielen des 1. FC Nürnberg bereiten der Polizei regelmäßig Sorgen. Die Stadt Nürnberg hat nun einen Arbeitskreis gegründet, der sich mit dem Thema Sport und Sicherheit beschäftigen soll.

Nach Angaben von Nürnbergs Polizeichef Hermann Guth haben die Beamten in der vergangenen Bundesliga-Saison 307 Fans nicht ins Stadion gelassen, weil sie zu betrunken waren. In der Saison zuvor waren es lediglich 120 gewesen. Auch die Straftaten seien von 53 auf 143 gestiegen.

Zudem sei in der Saison 2008/2009 lediglich ein Polizeibeamter verletzt worden, während es 2009/2010 schon 26 Polizisten waren, so die Stadt.

Abschluß-Kommentar Eintracht Frankfurt – 1. FC Nürnberg

 

Abschluß-Kommentar der Rot-Schwarze Hilfe bezüglich der Begegnung Eintracht Frankfurt – 1. FC Nürnberg

Nachdem sich das Polizeipräsidium Koblenz schon auf die Fragen der RSH bezüglich der verletzten Beamten geäußert hat, erhielt die RSH auch ein Schreiben vom Polizeipräsidium Frankfurt.

In diesem heißt es u. a.:

„Nachdem der Großteil der Zuschauer die Commerzbank-Arena verlassen hatte, wurden die Nürnberger Fans aus dem Block gelassen (17.53 Uhr). Die Möglichkeit, sich an den noch offenen Ständen zu versorgen und die Toilettenanlagen zu nutzen, war gegeben.“

Die Möglichkeit, die Toilettenanlagen zu nutzen, sah folgendermaßen aus: Durch eine Ordner- und Polizeikette wurde der Durchgang zu den Toiletten versperrt. Die einzige Möglichkeit sich zu erleichtern war das Behinderten-WC, das unmittelbar nach dem Blockeinlass war. Allerdings wurde man durch eine weitere Ordner-Kette daran gehindert, dorthin zu gelangen. Erst nach langem hin und her wurde der Durchgang zu dem Behinderten-WC gewährt, wo sich schon die Fans stapelten, die aus dem Block noch nicht richtig heraus waren. 3 Behinderten-WC’s für hunderte Fans fällt wohl eher weniger unter „Nutzung der Toilettenanlagen

Wenig Hoffnung auf Besserung: Vorladung zu Erkennungsdienstlichen Maßnahmen

 

Weil in der Vergangenheit immer wieder Mitglieder und Fremde auf die RSH zu kamen hat sich diese ein Thema zu eigen gemacht, das seit langem für Irritation sorgt: Die Vorladungen zu erkennungsdienstlichen Behandlungen sind allzu gern in einem Formular ausgestaltet, das man im Zivilrecht als bewusst täuschend bezeichnen könnte. In den Formularen wird nämlich am Ende darauf hin gewiesen, dass bei Nichterscheinen ein „förmlicher Bescheid“ ergehen kann, der „kostenpflichtig“ durchgesetzt werden kann. Die Begriffe „förmlicher Bescheid“ und „kostenpflichtig“ sind dabei in Fettschrift gehalten. Beim laienhaften Leser erzeugt das zwangsweise die Befürchtung, dass ein Nichterscheinen zur EDM auf jeden Fall mit einem kostenpflichtigen Bescheid verbunden ist. Dies ist aber in der Regel nicht der Fall, weil in den meisten Fällen die Vorladung nur auf eine freiwillige Datenerhebung