Gerichtsurteile

Beleidigung reicht nicht für bundesweites Stadionverbot

 

Der Fanrechtefonds hat uns ein schon etwas älteres Urteil zur Verfügung gestellt, dass ein Paradebeispiel darstellt, wie ungerecht Stadionverbote von den Vereinen ausgesprochen werden.

Im verständlichen Kurzdurchlauf: Ein Fan der Eintracht aus Frankfurt war in eine Personenkontrolle beim Auswärtsspiel in Köln geraten. Die Polizei umstellte eine Gruppe von 38 Fans auf dem Weg zum Stadion, da sie sich im Anfangsverdacht eines Landfriedensbruches befand. Die Polizei beantragte selbstverständlich beim 1.FC Köln ein bundesweites Stadionverbot. Im vorauseilenden Gehorsam gegenüber der Polizei sprach der Verein auch ein bundesweites SV aus. Der Landfriedensbruch konnte aber nicht bestätigt werden und das Verfahren wurde seitens der Staatsanwaltschaft Köln eingestellt. Übrig blieb noch eine Beleidigung des Fans aus Frankfurt gegenüber Polizeibeamten, und diese Beleidigung sollte auch ein Stadionverbot über 3 1/4 Jahre rechtfertigen. Das AG Köln hob das bundesweite Stadionverbot auf, das ganze Urteil folgt hier...