Abgeschlossene Fälle

Einspruchsfrist versäumt

 

Detailgenauer hätte man die Aufbereitung des Fürth-Marsches kaum gestalten können. Die Polizei hat ihre Hausaufgaben gemacht und im Nachinein gab es unschöne Post für einige Teilnehmer. So auch für Peter Populus (Name von der RSH geändert) der in seinem Briefkasten einen Strafbefehl fand, der ihm das Entzünden einer Bengalo als "fahrlässigen Umgang mit explosionsgefährlichen Stoffen" vorwarf.

"Hui!" dachte sich Peter, als er sah, dass ihn der Spaß satte 1200€ Kosten sollte. Schön gemütlich lieferte er daraufhin den Strafbefehl einen Tag nach Ablauf der Einspruchsfrist beim Anwalt ab. Der konnte die Trödelei natürlich auch nicht weghexen.

Doppelt ärgerlich: Peter muss zahlen und wir können nicht prüfen, ob der neue Bengalo-Tatbestand auch vor Gericht Bestand hat.

Zum Donnerwetter!!! Achtet auf Euere Fristen, sonst können wir auch nix mehr retten...

Auswärts in Frankfurt: Jugendstrafe für Widerstand

 

Wegen Wegdrückens einer Polizeikamera im Zug von Frankfurt nach Nürnberg verbunden mit Drohungen mit der Faust gegenüber den Polizisten (Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte) sowie Beamtenbeleidigung ist ein Mitglied vom Jugendrichter in Fürth zu einer Jugendstrafe von 6 Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Hinzu kam noch ein Verfahren wegen Hausfriedensbruchs im Zusammenhang mit einem Eishockey-Spiel.

Die Strafe viel so hoch aus, weil es mehrere Vorbelastungen im Zentralregister gab. Sehr ungünstig war vor allem ein negativer Bericht der „Jugendgerichtshilfe“. Die Jugendgerichtshilfe gibt in Verfahren gegen Jugendliche oder Heranwachsende dem Richter gegenüber eine Einschätzung über die Person des Angeklagten ab.

Das Verfahren hat aus Sicht des zuständigen Anwalts gezeigt, dass es extrem wichtig ist, bereits im Ermittlungsverfahren zum Anwalt zu gehen und Rat zu holen. Der Betroffene kann einfach nicht einschätzen, wie er sich am besten verhalten sollte:

Stadionverbot aufgeboben

 

Der FC Schalke 04 zauderte nicht lange: Als Bernd Burnincorner (Name von der RSH geändert) nach einem Kick auf einem Parkplatz herumlief, in dessen Nähe sich eine sog. Drittortauseinandersetzung anbahnte, erteilte ihm die Polizei mündlich einen Platzverweis und der Verein ein Stadionverbot.

Dass dieses Vorgehen mangels schriftlicher Ausfertigung des Verweises noch nicht einmal mit der Stadionverbotsrichtlinie im Einklang steht, störte den S04 wenig. Letztlich wurde ein eingeleitetes Ermittlungsverfahren gegen Bernd eingestellt.

In einem nervenaufreibenden Hin und Her konnte die RSH den Verein zur Aufhebung des SV bewegen...

Betretungsverbot für Fürth rechtmäßig

 

Da staunte Bob Angler (Name von der RSH geändert) nicht schlecht: Wenige Tage vor dem Derby in Fürth flatterte ihm ein Schreiben der Stadt Fürth ins Haus, in dem diese kundtat, dass sie ihm am 10. Mai 2009 das Betreten zu verbieten gedenke. Als Begründung wurden zwei Sachverhalte zitiert, in deren Rahmen er angeblich im Kreise „der Ultras“ durch Straftaten aufgefallen sei. Ein Vorfall, der Jahre zurück liegt, sei zwar ohne Ermittlungsergebnis geblieben. Der andere wiederum ist ein bis heute unaufgeklärter rund um ein Spiel des FCN II in Reutlingen.

Nun ist Bob nicht gerade rasend interessiert, die Stadt Fürth zu besuchen. Andererseits wollte er sich auch nicht ohne weiteres einfach in seinen Rechten einschränken lassen. Also begehrte er mit Unterstützung der RSH von der Stadt Fürth, das Verbot doch zu unterlassen. Ohne Erfolg, in dem folgenden Bescheid wurde nunmehr lediglich noch ein weiteres Ereignis zitiert, bei dem Bob an einer Tankstelle in Würzburg einen Diebstahl begangen haben soll. Dies hat er auch eingeräumt.

Rumms: Zwei Verfahren gegen Glubb-Fans beendet

 

Rumms – Teil 1 (blöder Teil):

Braver Mann

fährt auswärts (Eintracht Frankfurt, 2009)

hatte noch nie Probleme mit Polizei diesmal schon

kriegt ordentlich eine mit (ins Gesicht, von Polizeibeamten) [RUMMS]

kriegt Stadionverbot

kriegt ein Ermittlungsverfahren