Abgeschlossene Fälle

Karneval in Aachen. Verfahren großteils eingestellt

 

Beim letzten Auftritt in Aachen kam es für einige Anhänger des Glubb im Anschluss an das Spiel zu Szenen, an die sie sich nicht so gern erinnern werden. Die Menge drängte nach dem Spiel durch ein geradezu wörtliches Nadelöhr nach draußen. Dabei gab es wohl erste Zusammenstöße mit Polizeibeamten, die aber allesamt ohne große Folgen blieben. Anschließend – so kann zumindest die Videoaufzeichnung des Vorfalles interpretiert werden – sorgte ein mit Reizspray herumsprühender Beamter für erregte Unmutsbekundungen der mitgereisten Fans.

Ohne Not gab er eine Ladung in Richtung der Menge ab, die sich nicht ganz unnachvollziehbar massiv darüber beschwerte. Lautstark wurden gewisse Parolen zitiert – diverse Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch waren die Folge. Blumentoph Würfler (Name von der RSH geändert) war einer von vielen, der plötzlich im Mittelpunkt des Verfahren standen ohne recht zu wissen wie ihm geschieht.

Im Ergebnis wurde sein Verfahren mit Unterstützung unseres Anwalts eingestellt. Dem Vernehmen nach gab es in der Folge weitere Einstellungen sowie einen Strafbefehl gegen einen anderen Beteiligten, den dieser – letztlich aufgrund der Kosten aus rein wirtschaftlichen Erwägungen – akzeptierte.

Geldstrafe für angeblichen Hitlergruß

 

Ärgerliche Folgen hatte für ein RSH-Mitglied sein Besuch im Gärtla im Anschluss an ein Heimspiel. Auf der Rückreise in der S-Bahn weit nach Ende des Spiels grölte eine Gruppe von Leuten irgendwelche Parolen herum. Der Betroffene gibt an, mit diesen Personen nichts zu tun gehabt zu haben. Am Hauptbahnhof angekommen wurde er von anderen Mitfahrern angesprochen, was er denn für eine kritikwürdige Einstellung an den Tag lege. Ab diesem Zeitpunkt gehen die Schilderungen auseinander. Die ordnungsliebenden Bürger wollen einen Hitlergruß als Antwort erhalten haben. Der Beschuldigte bestreitet eine solche Geste.

Nachdem er allerdings von mehreren Zeugen bezichtigt wurde, war die Staatsanwaltschaft nicht bereit, das Verfahren ohne Strafe zu beenden und beantragte beim Gericht eine Geldstrafe im Wege des Strafbefehls. Weil keine entlastenden Zeugen vorhanden waren, entschied sich der angebliche Täter auch aus wirtschaftlichen Gründen den Strafbefehl zu akzeptieren.

Doppelt bitter für den nach seiner Auffassung zu unrecht Bestraften: Der 1. FC Nürnberg erließ aufgrund des Vorfalles ein bundesweites Stadionverbot, obwohl sich der Vorfall zeitlich und räumlich weit von der Sportveranstaltung entfernt stattgefunden haben soll...

SENSATION - Prügel-Polizist muss zahlen

 

Eine lapidare Rangelei um eine Zaunfahne am Rande des Heimspiels gegen Augsburg hatte ein erhebliches Nachspiel. Was auf der Kirchweih als lustiges Brauchtum geduldet oder sogar erwartet wird, stellt im Rahmen des modernen Fußballs nämlich strafbares Verhalten dar. Ein Nürnberger hatte einem Ausgburger Rosenau-Piraten dessen Zaunfahne entwunden und war damit geflohen. Dieser Vorfall hatte die Folge, dass es zu einer Rangelei zwischen Glubb-Anhängern und der Polizei kam. Unser Mitglied, Garfunkel P. (Name von der RSH geändert) war irgendwo mitten in einem Pulk von Fans. Das sollte ihm zum Verhängnis werden. Plötzlich wurde er nämlich nach hinten gezogen und von zwei Beamten – man höre und staune – mit Fausthieben malträtiert. Damit jedoch nicht genug. Im Anschluss erfuhr er, er solle einen Beamten in den Nacken geschlagen haben. Der gab zwar dem verdutzten Garfunkel gegenüber an, dass ihm nichts passiert sei, war aber dann doch eine Woche arbeitsunfähig…

Es folgte das bekannte Programm: Strafverfahren wegen Körperverletzung, Geltendmachung von Schmerzensgeld und Dienstausfallkosten durch das Landesamt.

Wilde Rechtsschlacht um Glubb-Artist

 

Einen kostenintensiven und mehr als fragwürdigen Prozess hat die RSH vor wenigen Tagen deprimiert aufgegeben. Anlässlich eines Spieles des Glubb beim SV Wehen Wiesbaden war Isolde Fleischer (Name und Geschlecht von der RSH geändert) auf den Zaun zum Spielfeld geklettert und dort mit einer recht bekannten Fahne auf und ab gelaufen. Wer nun den Gedanken hegt, dass ein Zaunbesteiger davon ausgeht, dass der Zaun unter ihm auch hält, der hat nicht mit der Interpretationsfähigkeit der deutschen Gerichte gerechnet.

Natürlich, so das abschließende Urteil, habe Isolde ein Einbrechen des Zaunes bei dessen Besteigen in Kauf genommen…

So kam es dann auch: Unter der nicht übermäßig dicken Isolde brach ein Stück aus dem schräg in Richtung des Blockes gebogenen Teil des Zaunes heraus. Der Schaden hielt sich in Grenzen, wurde im Übrigen auch recht schnell wieder gut gemacht. In dem Verfahren wurde nun aufs Heftigste gezankt, ob Isolde bereits im Vorfeld klar war, dass der Zaun sie nicht tragen werde.

Bußgeld für Zaunbesteigung

 

Am 01.04.2009 erließ die Landeshauptstadt München, vertreten durch das Kreisverwaltungsreferat, gegen ein RSH-Mitglied einen Bußgeldbescheid. Grund hierfür (lt. Kriminalfachdezernat 2 München vom 19.02.2009), war das Besteigen des Zaunes beim Spiel TSV 1860 München gegen den FCN am 14.12.2008.

Obwohl zuvor vom FCN-Fanbeauftragten mit dem Ordnungsdienst abgesprochen, dass der Betroffene in seiner „Vorsänger-Rolle“ auf den Zaun klettern dürfe, bekam er aufgrund eines Verstoßes gegen die Stadionverordnung einen Bescheid über ein Bußgeld in Höhe von 123,50 Euro.

Sehr unglücklich, dass das RSH-Mitglied aufgrund eigener Schlamperei die Widerspruchsfrist versäumte. So muss er nicht nur die Strafe zahlen, sondern erhält auch keine Unterstützung durch die Rot-Schwarze Hilfe.