Abgeschlossene Fälle

Meldeauflage in Bannmeile umgewandelt

 

Claude Dunkel sah sich plötzlich mit einem großen Problem konfrontiert:

Während er eigentlich seiner Arbeit nachgehen sollte, die auch Dienste am Wochenende umfasst, wollte seine Heimatgemeinde ihn gerne auf der Polizeidienststelle begrüßen. Grund dafür war eine geplante Meldeauflage, weil es sich bei Dunkel angeblich um einen Problemfan handle. Ein Schreiben unseres Anwaltes an die Gemeinde zeigte jedoch Wirkung.

Die Gemeinde zeigte Verständnis dafür, dass Dunkel während der Arbeit nicht „antanzen“ kann und änderte die geplante Auflage in eine Bannmeilenauflage, so dass er sich bis auf einen gewissen Umkreis um das Stadion frei bewegen durfte und seiner Arbeit nachkommen konnte.

Der Mann mit der unruhigen Faust – Teil 2 –Widerstandsvorwurf eingestellt

 

Weil er einen Polizeibeamten beleidigt haben soll und sich bei einer Idenditätsfeststellung losriss, wurde Metzger (Name immer noch von der RSH geändert) angeklagt. Nachdem sich unser Anwalt in die Sache einblendete, wurde das Verfahren jedoch eingestellt.

Grund dafür war, dass sich das RSH-Mitglied bereits anderweitig etwas zu schulden kommen hatte lassen, so dass der hiesige Vorwurf nicht mehr wirklich ins Gewicht fiel. Fraglich ist, ob das ohne anwaltliche Unterstützung auch so gelaufen wäre???

Wir glauben eher nicht…

Der Mann mit der unruhigen Faust – Teil 1 – 3000 Euro gespart

 

In Erfurt hatte Manni Metzger (Name von der RSH geändert) seine Faust nicht unter Kontrolle. Weil ihn ein Fan aus den eigenen Reihen vor Problemen bewahren wollte, bekam dieser eben den Schlag ab. Nachdem das Schauspiel direkt vor einigen Beamten stattfand, gab es in der Folge einen Strafbefehl gegen Manni in Höhe von satten 4000 Euro.

Weil Manni aber ein folgsames RSH-Mitglied ist und sich sofort meldete, konnte unser Anwalt die Strafe um Sage und schreibe 3000 Euro auf nur noch 1000 Euro drücken. Wieder einmal der Beweis, dass rechtzeitige Meldung bei der RSH kein Fahler sein kann.

Geldstrafe für Sidekick beim Spiel in Frankfurt

 

15 Tagessätze zu je 8 Euro – so lautet das Urteil gegen ein junges RSH-Mitglied, das in Frankfurt mit einem Polizeibeamten ins Gerangel gekommen war. Im August 2009 besuchte T. Dupo (Name von der RSH extrem gut geändert) das Auswärtsspiel des Glubb bei der SGE. Nachdem es zu Angriffen durch die Fans der letzteren kam, griff die Polizei in der Form ein, dass sie die Gäste zurückdrängte und wohl teilweise auch –knüppelte. Da riss Dupo die Geduld und er begann zu treten. Er traf zwar nicht, dennoch sei der Tritt geeignet gewesen, bei dem Beamten Verletzungen herbeizuführen. Im übrigen habe Dupo seinen aggressiven Eindruck mit einer Kampfhaltung unterstrichen, indem er die Arme zur Deckung vor das Gesicht hob und die Fäuste ballte.

Mit dem Urteil kann man aus Sicht der RSH sehr gut leben.

Beleidigung eines Polizeibeamten als „Clown“

 

Verärgert über das seiner Meinung nach zu harte Eingreifen von vier Beamten am Nürnberger Hauptbahnhof machte Tom Bola (Name von der RSH geändert) seinem Frust Luft: ACAB schrie er den Polizisten entgegen, die gerade eben eine anderweitige Personenkontrolle durchführten. Die Beamten empfanden das nicht als übermäßig lustig und schnappten sich Tom, der dafür wenig Verständnis hatte und sich bei einem der Beamten erkundigte, was dieser denn wolle. Möglicherweise hätte er sogar eine vernünftige Erklärung bekommen, allerdings wähnte sich der angetrunkene Tom offenbar im Zirkus und bezeichnete den Betroffenen statt als „Herr Polizeibeamter“ fehlerhaft als „Clown“.

Was nun folgte war doch recht zäh. Tom, der keine Vorbelastungen mit sich herumschleppt, wählte auf Anraten unseres Anwaltes, den Weg des aktiven Rückzuges und versuchte, sich bei den Beamten zu entschuldigen. Diese waren jedoch nur zum Teil bereit eine Entschuldigung anzunehmen. Das erscheint uns doch sehr bedauerlich, ist es ja nun ein größerer Schritt, persönlich an einen Beamten heranzutreten und für sein Fehlverhalten gerade zu stehen, als einen Betrag X an die Staatskasse zu bezahlen.

Nachdem gegen einen Strafbefehl Einspruch eingelegt wurde, kam es tatsächlich auch zu einer Hauptverhandlung, in der endlich das Ziel erreicht werden konnte: Tom entschuldigte sich bei einem der Beamten persönlich, das Verfahren wurde gegen eine kleine Auflage eingestellt.